Koblenz, Deutsches Eck

Liberales Forum REGIOPOLREGION MITTELRHEIN: Eine Region organisiert sich

05. Februar 2019, 19:00 Uhr

Die Stärkung von Synergien und Effizienz durch Planungs- und Verwaltungskooperation ist schon seit über einem Jahrzehnt für Ratsfrau Birgit Hoernchen ein Anliegen in ihrem Ehrenamt. Sie hat daher den Vorsitzenden der Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e. V. zum Liberalen Forum eingeladen.
Hans-Jörg Assenmacher wirbt in seinem Vortrag für die interkommunalen Kooperation und die Etablierung der Regiopolregion Koblenz-Mittelrhein.

LIBERALES FORUM am LIBERALEN DIENSTAG

05.02.2019 um 19 Uhr im (Soldaten-) Freizeitheim
Horchheimer Höhe, Von-Galen-Str. 1-5, 56076 Koblenz

Südlich von Koblenz entsteht in der Rhein-Main-Region durch die Verschmelzung der Städte Frankfurt, Wiesbaden und Mainz ein großer, zusammenhängender Wirtschaftsraum, der mit dem Namen „Megacity“ belegt werden kann. Eine ähnliche Entwicklung findet nördlich im Bereich Bonn, Köln und Ruhrgebiet statt. Auch im Westen entsteht um Luxemburg herum die s. g. „Interregio“, die von der EU im Rahmen der grenzüberschreitenden und interregionalen Zusammenarbeit gefördert wird. Zwischen diesen Metropolregionen müssen sich kleineren Städte - darunter auch Koblenz als Oberzentrum in der Region Mittelrhein - behaupten.

Der Wettbewerb um Investitionen, Fachkräfte, Touristen etc. findet immer mehr zwischen diesen großen Regionen statt. Waren- oder Pendlerströme, Tourismus oder Gesundheitsversorgung machen nicht an kommunalen Grenzen oder Zuständigkeiten halt, sondern finden in überörtlichen räumlich-funktionalen Bezügen, so genannten Verflechtungsräumen, statt. Bei Standort- oder Wohnortentscheidungen hat die Qualität der Infrastrukturen und der Gesundheits-, Bildungs- oder Kulturangebote in einem Verflechtungsraum einen entsprechend hohen Stellenwert. Ebenso entscheidungsrelevant sind die Ideen und Konzepte der regionalen Akteure für dessen zukunftsgerechte Entwicklung und nicht zuletzt die bereits erzielten Erfolge.

Ein breit aufgestelltes Portfolio von Stärken und Akteure, die gemeinsam die Zukunft der Region gestalten: dies sind zentrale Voraussetzungen für die Wettbewerbsfähigkeit und somit dafür, die Attraktivität der Region als Wohn- und Wirtschaftsstandort zu sichern und nachhaltig auszubauen.

Öffentliche Förderprogramme richten sich oft an regionale Verbundkooperationen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Regionen bzw. Verflechtungsräume zu stärken.

ZWEI ENTSCHEIDENDE ERFOLGSFAKTOREN:

Wettbewerbsfähigkeit, d. h. als starke Marke wahrnehmbar sein und Handlungsfähigkeit als überregional bedeutsamer Player beweisen.

Die Mittelrhein-Region rund um Koblenz gewährt einen großen, zusammenhängenden Wirtschaftsraum, der potentiell als Einzugsgebiet der heimischen Wirtschaft genutzt werden kann. Dazu braucht es die Positionierung der Region Koblenz-Mittelrhein als Regiopolregion mit einer handlungsfähigen Organisationsstruktur. Es gilt, gemeinsam als Regiopolregion aufzutreten und zu agieren, um diesen Raum als echte Alternative zu den Metropolregionen zu positionieren und zu profilieren: als Wohn-, Arbeits-, Wirtschafts-, Wissens-, Verkehrs-, Gesundheits-, Tourismus- und Kulturregion mit eigener Identität.

Im Wettbewerb der Regionen kann die Regiopolregion Koblenz-Mittelrhein als attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum mit vielen Vorzügen punkten: mit einem breit gefächerten Spektrum erfolgreicher Unternehmen, angesehenen Forschungs- und Bildungseinrichtungen, einem eng verflochtenen Netz aus Städten und Gemeinden, mit attraktiven Landschaften, einem bedeutenden Kulturerbe und vielem mehr. Diese Qualitäten gilt es langfristig zu sichern, weiterzuentwickeln und herauszustellen: für eine lebendige Wohn- und Wirtschaftsregion.

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