Koblenz, Deutsches Eck

FDP setzt Anhörung der Uni-Spitzen im Rat durch

29. November 2021

FDP setzt Anhörung der Uni-Spitzen im Rat durch

 

Nach intensiver Diskussion hat die FDP-Ratsfraktion mehrheitlich mit den Stimmen von CDU, Freien Wählern, WGS und der Linken einen Antrag auf Anhörung der Präsidenten der Universität Koblenz und Fachhochschule Koblenz zur finanziellen Situation der Koblenzer Hochschulen durchgesetzt.

 

„Die Universität Koblenz wird 2023 in die Selbstständigkeit entlassen und benötigt dringend eine bessere finanzielle Ausstattung durch das Land“, fordert Christoph Schöll, Vorsitzender FDP-Ratsfraktion. „Das Bild, das uns in einer Informationsveranstaltung von dem Vizepräsidenten der Universität Koblenz, Herrn Professor Dr. Wehner, zur ungenügenden finanziellen Ausstattung gezeichnet wurde, hat unsere bildungspolitische Sprecherin Birgit Baumann wie auch mich regelrecht schockiert“, so Schöll. „An der Hochschule Koblenz“, so Birgit Baumann, „sieht es ähnlich aus. Auch hier führt die Unterfinanzierung zu einem Mangel an Professuren und wissenschaftlichen Mitarbeitern“. Deswegen solle der Antrag den Hochschulpräsidenten im Rat ein Forum bieten, um die Öffentlichkeit für dieses drängende Problem zu sensibilisieren. Große Zustimmung kam von Seiten der CDU, den Freien Wählern, der WGS und der Linken, die den Antrag unterstützten.

 

Wie wichtig starke Hochschulen für den Norden von Rheinland-Pfalz seien, zeige das Beispiel Biontech in Mainz. Ohne den Fachbereich Immunologie hätte dieses Unternehmen niemals diesen Erfolg feiern können. „Wir sind stark in der Lehrerausbildung und der Informatik. Zudem verfügen wir über namhafte IT-Unternehmen in der Region, die einen massiven Arbeitskräftebedarf haben. Deshalb müssen wir unsere Hochschulen, die im bundesweiten Vergleich ohnehin unterfinanziert sind, mit einem soliden finanziellen Fundament ausstatten“, so Schöll.

 

Eine attraktive Hochschullandschaft sei auch deswegen von großer Bedeutung, weil die Region bei den 18- bis 25jährigen massiv Einwohner an die Metropolregion Köln/Bonn verliere.

 

 

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